Was ist ein Schwarzer Zwerg?
Ein Schwarzer Zwerg ist das, was aus einem Weißen Zwerg wird, sobald er den letzten Rest seiner Wärme abgestrahlt hat: ein kalter, dunkler, planetengroßer Klumpen entarteter Materie, der praktisch nichts mehr aussendet. Nirgends im Universum existiert ein Schwarzer Zwerg, und für sehr lange Zeit kann es keinen geben — die Abkühlung dauert etwa 10^15 Jahre, rund hunderttausendmal das heutige Alter des Kosmos.
Ein Weißer Zwerg hat keine Energiequelle. Er kann weder fusionieren noch sich zusammenziehen; er kann nur die Wärme, mit der er geboren wurde, ins All entweichen lassen. Dieser Vorgang beginnt schnell, bei über 100.000 Kelvin, und verlangsamt sich dann zum Kriechen, während die Oberfläche abkühlt und weniger abstrahlt. Die kältesten bisher gefundenen Weißen Zwerge, einige der ältesten Objekte der Galaxis, liegen noch bei etwa 3.000 K — längst nicht am Ziel.
Auch der Endpunkt ist ein bewegliches Ziel. Ein Schwarzer Zwerg ist definiert als im thermischen Gleichgewicht mit seiner Umgebung, doch diese Umgebung ist der kosmische Mikrowellenhintergrund, und der kühlt selbst ab, während das Universum expandiert. Eine Glut, die einen sinkenden Boden verfolgt, kommt nie ganz an. In der Praxis bezeichnet das Etikett ein Objekt, das zu kalt ist, um durch etwas anderes als seine Schwerkraft entdeckt zu werden.
Dies ist eine der wenigen Seiten dieses Bereichs, die etwas beschreibt, das nie beobachtet wurde und vorerst auch nicht werden kann. Sie steht hier, weil dort die überwältigende Mehrheit aller Sterne endet: Über 97 % der Sterne der Milchstraße, die Sonne eingeschlossen, steuern auf einen Weißen Zwerg zu und dann, in tiefer Zeit, hierauf. Spekulative Arbeiten legen sogar nahe, dass die massereichsten Schwarzen Zwerge irgendwann detonieren könnten — auf einer Zeitskala mit über tausend Stellen.
