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Galaxien & Struktur · Die größte Skala, die es gibt
Kosmisches Netz
Jede Galaxie des Universums, aufgereiht an Filamenten um gewaltige leere Blasen.
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Was ist ein Kosmisches Netz?

Auf den größten Skalen gibt es ein Muster. Galaxien sind nicht gleichmäßig durch den Raum gestreut — sie liegen entlang von Filamenten und Blättern, die sich in dichten Knoten treffen und Voids von Hunderten Millionen Lichtjahren umschließen, die nahezu leer sind. Das ist das kosmische Netz, und es ist die größte Struktur, die existiert.

Es wuchs aus fast nichts. Das frühe Universum war bis auf etwa ein Hunderttausendstel glatt, und der kosmische Mikrowellenhintergrund ist genau die Fotografie dieser Glätte. Doch die Schwerkraft ist in Richtung Verklumpung instabil: Regionen, die um einen Bruchteil dichter sind als der Durchschnitt, ziehen mehr Materie an, was sie noch dichter macht. In 13,8 Milliarden Jahren wurden aus diesen unmerklichen Kräuselungen alles. Auch der Kollaps läuft nicht in allen drei Dimensionen gleich ab — eine Region kollabiert zuerst entlang einer Achse zu einem Blatt, dann entlang einer zweiten zu einem Filament, dann zu einem Knoten —, weshalb das Netz die Form hat, die es hat, statt eine Streuung von Klecksen zu sein.

Das meiste, was das Muster zeichnet, ist unsichtbar. Dunkle Materie wiegt etwa fünfmal so viel wie gewöhnliche Materie und hat die gravitative Arbeit geleistet; Galaxien entstanden dort, wo ihre Filamente am dichtesten waren, sodass der leuchtende Teil des Netzes nur ein dünner Anzeiger ist, der ein Gerüst schmückt, das selbst nichts abstrahlt. Zwischen den Galaxien liegt zudem Gas — das warm-heiße intergalaktische Medium —, das einen großen Anteil aller gewöhnlichen Atome des Universums enthält und gerade wegen seiner Dünne extrem schwer nachzuweisen war.

Es zu kartieren kostete Jahrzehnte geduldiger Arbeit. Die Entfernung jeder Galaxie muss einzeln über ihre Rotverschiebung bestimmt werden, und Durchmusterungen wie der Sloan Digital Sky Survey haben das inzwischen für Millionen getan und aus einem flachen Bild des Himmels eine dreidimensionale Karte gemacht. Was diese Karten zeigen, deckt sich im Detail mit dem, was Simulationen eines überwiegend aus kalter Dunkler Materie bestehenden Universums vorhersagen — einer der stärksten Belege dafür, dass das Standardmodell der Kosmologie stimmt.

Voids100 - 300 Mio. Lj groß
Gezeichnet vonDunkler Materie
Gewachsen aus1 Teil in 100.000
Auf einen Blick
Masse
~10^53 kg beobachtbar
Radius
Filamente 10^8 Lj
Temperatur
Voids nahe 0 K
Lebensdauer
Alter des Universums
Häufige Fragen

Was ist das kosmische Netz?

Das kosmische Netz ist die großräumigste Struktur des Universums: Galaxien, angeordnet entlang von Filamenten und Blättern, die sich in dichten Haufen schneiden und gewaltige, nahezu leere Voids umschließen.

Was ist die größte Struktur im Universum?

Das kosmische Netz selbst, als Ganzes genommen. Einzeln benannte Gebilde wie Superhaufen und große Mauern sind lediglich besonders dichte Teile davon, manche Milliarden Lichtjahre groß.

Wie entstand das kosmische Netz?

Aus winzigen Dichteschwankungen des frühen Universums, heute im kosmischen Mikrowellenhintergrund sichtbar. Die Schwerkraft verstärkte sie, und weil der Kollaps achsenweise abläuft, erzeugte er Blätter, dann Filamente, dann Knoten.

Was sind kosmische Voids?

Voids sind die riesigen unterdichten Bereiche zwischen den Filamenten, typischerweise 100 bis 300 Millionen Lichtjahre groß. Sie sind nicht vollkommen leer, enthalten aber weit weniger Galaxien als der Durchschnitt.

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